Geschwisterliebe Gemeinschaftliche Testamente sind ausschließlich Ehepaaren vorbehalten. Gleichwohl kann es vorkommen, dass Menschen auch in anderen Konstellationen ein gemeinschaftliches Testament errichten wollen, weil sie sich gegenseitig absichern möchten. Dies kann mitunter fatale Folgen haben, die nicht unbedingt gewollt sind. Hierzu folgender Fall: Anton (A) und Bertram (B) sind Geschwister. Beide sind unverheiratet und kinderlos. Sie …
Voraus des Ehegatten – § 1932 BGB Immer wieder haben Eheleute kein Testament. Leben die Ehegatten in Zugewinngemeinschaft, so erbt der Ehegatte neben Kindern des Erblassers zu ½ in gesetzlicher Erbfolge. Ehegatte und Kinder bilden dann eine Erbengemeinschaft. Als wäre dies nicht schon schwer genug, kann es gerade bei geringfügigen Nachlässen noch zu weiterem Ungemach …
Das bösartige Vermächtnis Viele denken bei einem Vermächtnis immer an die Zuwendung von Geld, die Übertragung von Eigentum an einer Immobilie oder eines sonstigen Vermögensgegenstandes. Meist wird davon ausgegangen, die Zuwendung eines Vermächtnisses führt zu einer Vermögensmehrung bei dem Bedachten. Dies ist nicht immer bei allen Beteiligten der Fall. Hierzu folgender Fall: Adalbert (A) ist …
Die sture Simone Verstirbt ein Elternteil und wir dieser von seinen Kindern beerbt, so bilden diese regelmäßig eine Erbengemeinschaft. Nicht selten bildet das ehemalige Wohnhaus der Familie den wesentlichen Wert des Nachlasses. Wenn das Nachlasskonto keine ausreichende Deckung aufweist, wird es schnell schwierig. Hierauf nehmen jedoch Gläubiger wie Beerdigungsinstitute, Friedhofsverwaltung, Hausversicherung oder Stadtwerke keine Rücksicht. …
Hauptsache gut versichert Vermögenswerte zu Lebzeiten übertragen, kann steuerlich sinnvoll sein. Hierbei denken die meisten zuerst an Immobilien, Wertpapiere oder etwa Bankguthaben. Jedoch lassen sich auch kapitalbildende Lebensversicherungen bereits zu Lebzeiten übertragen. In diesem Fall spricht man dann von einer Vertragsübernahme. Möglich ist, dass sich der Übergeber einen Nießbrauch an dieser Lebensversicherung bzw. ihrem Rückkaufswert …
Die böse Schwiegermutter In bestimmten Konstellationen kann es Sinn machen, ein Erbe auszuschlagen. Man spricht dann gerne auch von taktischer Ausschlagung. Aber auch Taktik will gelernt sein. Hierzu folgender Fall: Diethelm (D) und Sibelius (S) sind seit 20 Jahren ein Paar, seit 5 Jahren sogar verheiratet. D hat aus einer „schwachen Stunde“ einen Sohn, den …
Barfuß oder Lackschuh – Alles eine Sache des Geldes! Weit verbreitet ist noch immer das Berliner Testament. Eheleute setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein und bestimmen die gemeinsamen Kinder oder sonst wen als Schlusserben nach dem Längstlebenden. Dies mag erbrechtlich eine einfache und pragmatische Lösung sein, steuerrechtlich kann dies jedoch sehr nachteilig sein. Guter Rat …
(Un-) Treue lohnt sich nicht Die Beteiligung naher Angehöriger am Nachlass ist meistens zumindest durch den Pflichtteil sichergestellt. Eine der wenigen Ausnahmen liegt dann vor, wenn dem Pflichtteilsberechtigten sein Pflichtteil wirksam entzogen wurde. Dies erfolgt unter strengen Voraussetzungen und durch Testament bzw. Erbvertrag, in der Regel sogar durch notarielle Urkunde. Die Voraussetzungen ergeben sich aus …
Wein, Weib und Wechselbezüglichkeit Immer wieder kommt es zu Streit, wenn Ehegatten ein gemeinschaftliches Testament errichten, darin Schlusserben bestimmen und einer der Eheleute verstirbt. Streit entsteht meist dann, wenn der Überlebende nochmals heiratet und seine neue Flamme erben soll. Hierzu folgender Fall: Amalie (A) und Berta (B) sind seit 30 Jahren liiert, seit 10 Jahren …
Wein, Weib & Worschd Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten, wenn ein Elternteil nochmals heiratet und seinen neuen Partner zum Alleinerben einsetzt. Besonders problematisch wird die Konstellation dann, wenn Kinder aus einer früheren Beziehung vorhanden sind, diese enterbt werden und Pflichtteilsansprüche geltend machen. Hierzu folgender Fall: Peter (P) ist verwitwet, hat zwei Kinder (K und …
